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	<title>Michael K. Trout</title>
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	<description>Gedanken über Leben, Fotografie und Erotik</description>
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		<title>Ich habe Antworten bekommen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 05:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen habe ich meine Empörung heraus geschrieben, Fragen aufgeworfen und um Antworten gebeten. Ihr hattet viel Geduld mit mir, viele Antworten kamen, neue Gesichtspunkte haben sich zu altbekannten Ansichten gesellt und nun weiß ich: Nicht die Antwort sondern die Frage war falsch. Ausgehend vom Gedanken, dass die Fotografie heute immer mehr von Fälschungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Tagen habe ich meine <a href="http://www.mktrout.de/?p=3548" target="_blank">Empörung heraus geschrieben</a>, Fragen aufgeworfen und<a href="http://www.mktrout.de/?p=3552" target="_blank"> um Antworten gebeten</a>. Ihr hattet viel Geduld mit mir, viele Antworten kamen, neue Gesichtspunkte haben sich zu altbekannten Ansichten gesellt und nun weiß ich: Nicht die Antwort sondern die Frage war falsch.</p>
<p>Ausgehend vom Gedanken, dass die Fotografie heute immer mehr von Fälschungen lebt, war meine Empörung von meinem Standpunkt aus betrachtet wahrscheinlich richtig. Um das Ganze jedoch zu begreifen, muss man seinen Standpunkt verlassen und das Geschehen aus einer anderen Perspektive betrachten. Fotografen sollte dies nicht schwer fallen, weil es ihr tägliches Geschäft ist. Also habe ich Umschau gehalten. Es ist eine recht schwierige Angelegenheit, seine eigenen Erkenntnisse nicht aufzugeben und trotzdem neue Erkenntnisse hinzu zu nehmen. Gerade die moderne Fotografie zwingt dazu. Das ist auch gut so, weil darin der Fortschritt liegt. Jetzt habe ich die für mich wichtigen Gedanken zusammen gestellt. Hier meine Thesen:</p>
<p>Ein großer Teil des modernen Lebens besteht aus Bildern. Ein Bild ist ein Dokument und egal ob ein Dokument echt oder unecht ist, ist es richtig oder falsch.</p>
<p>Der Beweis für die Echtheit eines Dokumentes beinhaltet grundsätzlich den vorausgeschickten Zweifel an dessen Echtheit. Die Echtheit des Beweises ist nicht verbürgt, solange kein als echt erwiesenes Dokument den Beweis erbringt.</p>
<p>An jedem echten oder unechten Dokument hängt eine Geschichte, die Teil eines großen Ganzen darstellt, das Historie genannt wird. Wenn eine Kiste voller Dokumente ausgeleert und dazu der Sack den damit verbundenen Geschichten ausschüttet wird, wird Dokumentiertes lebendig.</p>
<p>Dokumentiertes ohne Geschichte ist leblos und somit sinnlos. Sinnloses ist nicht zwecklos, wenn es im passenden Umfeld gezeigt, diskutiert und aufbewahrt wird.</p>
<p>Hat jemand erwartet, dass ich ohne Bissigkeit zu neuen Erkenntnissen komme? Sicher nicht. Was auf den ersten Blick böse und polarisierend wirkt, bietet aber auch neue Freiheit. Erlaubt ist, was machbar ist. Dieses moderne Lebensmotto ist ein Kennzeichen unserer Modernität und gleichzeitig auch Ausdruck unserer Freiheit. Wir alle können stolz auf diese weitgehende Freiheit sein. Allerdings liegt es in der Verantwortung eines jeden Menschen, die Freiheit so zu gestalten, dass die Freiheit Anderer nicht eingeschränkt wird. Damit kann ich mich wieder gut und gerne in der Fotografie und ganz besonders im fotografischen Teil des Internet bewegen. All das sind meine persönlichen Erkenntnisse, die keinen Anspruch auf allumfassende Richtigkeit erheben.</p>
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		<title>Bitte gebt mir Antworten</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 05:23:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorgestern habe ich die Frage gestellt, warum so häufig digitale Bildwerke auf retro und analog getrimmt werden. Ich bitte um Antworten, was einzelne Fotografen dazu treibt, ein vollkommen digital erstelltes Bild am Ende als Analogbild auszugeben. Nein, ich will nicht verurteilen &#8230; ich will nur verstehen &#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mktrout.de/?p=3548" target="_blank">Vorgestern habe ich die Frage gestellt</a>, warum so häufig digitale Bildwerke auf retro und analog getrimmt werden. Ich bitte um Antworten, was einzelne Fotografen dazu treibt, ein vollkommen digital erstelltes Bild am Ende als Analogbild auszugeben.<br />
Nein, ich will nicht verurteilen &#8230; ich will nur verstehen &#8230;</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX100SilverSh_051web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3553" title="PX100SilverSh_051web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX100SilverSh_051web-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a></p>
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		<title>Das Paradox des perfekten Unperfektionismus</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 09:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf meinen Streifzügen durch das Internet stieß ich auf ein Paradox des perfekt umgesetzten Unperfektionismus. Da mich beruflich und privat die Sofortbild-Fotografie nicht mehr loslassen möchte, schaue ich natürlich auch die Werke von anderen Fotografen an. Teilweise bin ich erstaunt, was da alles zu sehen ist. Ich hätte es nie für Möglich gehalten, zu welchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meinen Streifzügen durch das Internet stieß ich auf ein Paradox des perfekt umgesetzten Unperfektionismus. Da mich beruflich und privat die Sofortbild-Fotografie nicht mehr loslassen möchte, schaue ich natürlich auch die Werke von anderen Fotografen an. Teilweise bin ich erstaunt, was da alles zu sehen ist. Ich hätte es nie für Möglich gehalten, zu welchen gigantischen Leistungen Polaroid-Kameras in der Lage sind und wie gestochen scharf ein abgelaufener Polaroid-Film abbilden kann. Ganz ehrlich, heute wurde ich aufgeklärt … ich bin naiv. Weit über die Hälfte aller auf flickr &amp; Co. gezeigten „echten“ Polaroids sollen digitale Fakes sein. <span id="more-3548"></span></p>
<p>Was treibt einen Menschen dazu, etwas vorzugeben, was er gar nicht geschaffen hat? Ist es nur, weil Polaroid gerade ein Hype-Thema ist? Da stellen sich die Besitzer von super teuren Digitalkameras auf Feld, Wald und Wiese, nehmen ein Bild auf, bearbeiten es mit Photoshop &amp; Co. in mühevoller Kleinarbeit, basteln und werkeln mit dem Vorsatz zum Betrug, um dann ein „echtes“ Polaroid zu zeigen. Toll. Was haben die davon? Ich freue mich auf den Moment, wenn jemand das Original sehen möchte. Und ich lache mich jedenfalls schlapp, weil da viele hundert Euro in Kamera, PC und Plugins investiert wurden, für etwas, das man für wesentlich weniger Geld auch 100% echt bekommen kann. Oder ist es nur das Wissen um die eigene Unfähigkeit, auf Anhieb ein gutes Bild zu machen? Digital kann man rumprobieren und schrauben bis der Arzt kommt – ein Sofortbild ist entweder gut oder schlecht.</p>
<p>Bitte klärt mich auf! Was treibt zum digital erzeugten Polaroid? Ist es die Lust am Unperfekten? Wieso muss man so tun, als wäre es echt? Lohnt ein derartiger Betrug? Ich will nicht verurteilen, ich will begreifen. Klärt mich auf und gebt mir Antworten. Gedanklich gerate ich gerade in eine dunkle Sackgasse. Es ist paradox, auf der einen Seite das angeblich Perfekte der Digitalfotografie zu loben, um dann mit betrügerischer Absicht perfekt erzeugten Unperfektionismus zu zeigen. Verrückter geht es nicht mehr.</p>
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		<title>Bewegung bewegt</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 08:17:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Revolution auszurufen ist die eine Sache – die Inhalte der Revolution zu erklären, die andere. Ich habe die Revolution in der künstlerischen Fotografie angezettelt, nun muss ich auch Inhalte erklären. Ein Thema ist die Bewegung. Der Doppelsinn dieser Aussage ist kaum zu überbieten. Eine Revolution ist immer eine Bewegung. Wenn es um Fotografie geht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Revolution auszurufen ist die eine Sache – die Inhalte der Revolution zu erklären, die andere. Ich habe die <a href="http://www.mktrout.de/?s=Revolution" target="_blank">Revolution in der künstlerischen Fotografie</a> angezettelt, nun muss ich auch Inhalte erklären. Ein Thema ist die Bewegung. Der Doppelsinn dieser Aussage ist kaum zu überbieten. Eine Revolution ist immer eine Bewegung. Wenn es um Fotografie geht, also die Kunst des stehenden Bildes, ist das Einfangen von Bewegung schon etwas schwieriger. Eine der schwierigsten Aufgaben für einen Fotografen ist nach wie vor die Realisierung von Bewegungen in einem statischen Bild. Sicher hat jeder Fotograf bereits aus Zufall ein Bild mit Bewegungsunschärfen eingefangen. Dies jedoch <a href="http://www.mktrout.de/?p=3534" target="_blank">geplant als Bildstil</a> zu praktizieren, ist schwieriger als man glauben mag. Jetzt verbindet sich wohl die Revolution mit der „<a href="http://www.mktrout.de/?cat=487" target="_blank">kleinen Fotoschule</a>“. <span id="more-3542"></span></p>
<p>In der Fotografie dreht sich alles um die richtige Belichtung. Moderne Kameras habe allerlei Einrichtungen, damit kein Fehler in der Belichtung vorkommen. Jede Kamera-Automatik ist darauf ausgelegt, ein scharfes, klares Bild auf das Abbildungsmedium zu bringen. Wenn Bewegung eingefangen werden soll, wird man sich demnach nicht auf die Automatik verlassen können. Mit einem Vorurteil müssen wir zudem aufräumen: Bewegungsunschärfen sind keine Belichtungsfehler! Ganz im Gegenteil. Es muss nur eine Belichtungseinstellung gefunden werden, die längere Verschlusszeiten bietet. Und vor einer weiteren Herausforderung steht der Fotograf … er muss eine Belichtungseinstellung finden, in der bewegte Bildbestandteile ihre Bewegungsspuren hinterlassen und ruhende Elemente ganz normal dargestellt werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe. Drei Überlegungen führen zum Ziel.</p>
<p>Zunächst muss der Fotograf die Szene des Bildes analysieren. Handelt es sich um horizontale, vertikale oder zentrische Bewegungen. Hier kommt Technik ins Spiel. In meinen Ausführungen möchte ich mich ausschließlich auf Kameras mit Schlitzverschluss konzentrieren. Zentralverschlüsse haben andere Eigenschaften. Diese hier auch noch abzuhandeln würde zu weit führen. Bleiben wir also bei Schlitzverschluss. Ich höre schon das Aufstöhnen. Aber wer hat denn gesagt, dass es ohne Technik geht? Wir kümmern uns nun um einen Bereich, den die Mehrzahl der Technikverliebten überhaupt nicht zu beachten scheint. Es gib horizontale und vertikale Schlitzverschlüsse. Das Wissen darüber, welcher Verschlusstyp in der Kamera eingebaut wurde, ist eine Grundvoraussetzung zur Planung des bewegungsunscharfen Bildes. Wer Bewegungsrichtungen in der Laufrichtung des Schlitzverschlusses fotografiert, hat schon einmal einen wichtigen Punkt der Bildplanung ins Auge gefasst. Dies dient einerseits der nachfolgend beschriebenen Festlegung der Verschlusszeit und außerdem findet der Fotograf so den richtigen Standpunkt zum bewegten Objekt. Der Kameraverschluss ist eine der wichtigsten Komponenten eines fotografischen Apparates und zuständig für die richtige Belichtung.</p>
<p>Der zweite Punkt mag vielleicht als der mysteriöseste angesehen werden. Schnelle Bewegungen eines Menschen werden ab der Verschlusszeit 1/125 absolut scharf eingefroren. Sogar 1/60 hat mit ein wenig Übung Einfrierpotential, wie auch 1/30. Den meisten Fotografen missglücken Aufnahmen mit langsamen Zeiten, weil sie die Kamera zu schnell herunter ziehen oder wie Elefanten im Sturmangriff auf den Auslöser hauen. Wichtigster Grundsatz: Alles ganz ruhig und sachte. Wer so arbeitet wird ab einer Verschlusszeit von 1/15 Bewegungsunschärfen bekommen. Aber auch das kann noch viel zu schnell sein. Deshalb gibt es eine feine Regel. Bewegungen in Richtung des Schlitzverschlusses = Verschlusszeit 3 Stufen verlängern; zentrische Bewegungen = 4 Stufen verlängern; Bewegungen entgegen der Richtung des Schlitzverschlusses = Verschlusszeit 5 Stufen verlängern. 3, 4, 5 … sehr leicht zu merken. Aber bitte sehr, die Blende muss natürlich ordentlich im richtigen Belichtungsverhältnis korrigiert werden. Schlampereien hierbei zerstören das Bild … darüber müssen wir an dieser Stelle wohl nicht mehr reden. Aber hallo, wenn man nun rechnet, dann könnte man nach der Belichtungsmessung bei 1/500 beginnen und käme zum Beispiel bei 1/125 heraus und nichts wäre gewonnen. Also bitte, immer bei der Verschlusszeit beginnen, die der Standardgeschwindigkeit des Objektes entspricht. Entsprechende Empfehlungen sind aus jeder guten Fachliteratur zu entnehmen. Mit einem Handbelichtungsmesser kann man in der Verschlusszeitkorrektur am besten arbeite. Wer das nicht hat, muss ein wenig rechnen oder gnadenlos im manuellen Modus der Kamera nach der richtigen Einstellung suchen. Versuch macht klug.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_015web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3543" title="Reg190_015web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_015web-99x150.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Um dem bewegungsunscharfen Bild die notwendige Perfektion mit auf den Weg zu geben, muss der Fotograf das Licht lesen. Nach Möglichkeit sollte auf die bewegten Bildteile reichlich Licht fallen und die statischen Bildbereiche, über die die Bewegung geht, sollten größtmöglichen Schatten bieten. Die Belichtung muss im Halbschatten durchgeführt werden … also im Übergangsbereich zwischen Hell und Dunkel. Es nutzt wenig, wenn man eine gewogene Belichtungsmessung vornimmt, um Schatten moderat aufzuhellen. Bewegung muss sich deutlich abzeichnen und das gelingt eben bestens, wenn sich helle Objekte auf dunklem Untergrund bewegen. Wie alles in der Fotografie ist das mal wieder keine eiserne Regel, aber es erleichtert die Sache doch ungemein. Und bei derartigen Aufnahmen darf kein Blitz eingesetzt werden, weil er unabhängig von der Verschlusszeit das Bild einfriert. Auf spezielle Blitzeinrichtungen zur Bewegungsdarstellung gehe ich hier nicht ein.</p>
<p>All diese Ratschläge klingen äußerst kryptisch. Wer sich jedoch anhand dieser drei Merkpunkte an die derartige Fotografie begibt, wird schnell den Dreh heraus haben. Dann ist es nur noch wichtig, ein passendes Sujet zu finden. Vor kurzer Zeit habe ich bewegungsunscharfe Bilder von Wiesenblumen im Wind gesehen und war vollauf begeistert. Es ist zwar nicht meine Art der Fotografie, aber die Bilder fand ich grandios. Also nur Mut, liebe Revolutionäre, die Zeit des hammerscharfen Bildes ist vorbei. Verleiht unserer Bewegung Bewegung!</p>
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		<title>Die scharfen Seiten der Revolution</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 07:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kommune 1 und APO, freie Liebe und Provokation. Über 40 Jahre ist es her, dass revolutionäres Aufbegehren den Muff der bigotten Bürgerlichkeit jedem Winkel deutscher Wohnzimmergemütlichkeit vertreiben wollte. Rückblickend muss man sagen, dass dies recht gründlich geglückt ist. Selbst das Gutbürgertum gibt sich nicht mehr schockiert, wenn in einem Straßencafé ein Paar den bald folgenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_016web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3535" title="Reg190_016web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_016web-99x150.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Kommune 1 und APO, freie Liebe und Provokation. Über 40 Jahre ist es her, dass revolutionäres Aufbegehren den Muff der bigotten Bürgerlichkeit jedem Winkel deutscher Wohnzimmergemütlichkeit vertreiben wollte. Rückblickend muss man sagen, dass dies recht gründlich geglückt ist. Selbst das Gutbürgertum gibt sich nicht mehr schockiert, wenn in einem Straßencafé ein Paar den bald folgenden Geschlechtsverkehr ungehemmt vorbereitet. Alles scheint offener zu sein, freier, weniger Zwängen unterworfen. Wie kommt es nun, dass die heutige Fotografie mehr Zwängen und Regeln unterworfen ist, als je zuvor? Hat die Betonierung einer neuen Moraldoktrin schon längst die künstlerische Fotografie zur Unbeweglichkeit verdammt? Die Revolution ist ausgerufen. Nun muss sich die Revolution selbst befreien. Es geht nicht um analoge oder digitale Fotografie und es geht auch nicht um Polaroid, Emulsionslift, Bildmanipulation oder sonstige Bearbeitungsmethoden. Es geht um Bildinhalt und Darstellung … nicht mehr, nicht weniger. <span id="more-3534"></span></p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_017web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3536" title="Reg190_017web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_017web-99x150.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Will denn niemand begreifen, dass die allerorts geforderte Schärfe im Bild die Ergebnisse unspannend, ja sogar unscharf macht? Ein Gedanke, der mich seit Jahren beschäftigt. Oder ist es einfach nur ein Service für faule Bildbetrachter? Das Schlüsselwort lautet Phantasie. Möglicherweise sind heute Fotografen vom Gedanken beseelt, dass Bildbetrachter nicht genug Phantasie aufbringen, um den Inhalt eines Bildes zu begreifen. Oder ist es tatsächlich so, dass heutige Bildbetrachter keine Phantasie haben? Die Beantwortung dieser Fragen sind außerordentlich wichtig für den weiteren Verlauf der Revolution. Als Revolutionär muss ich wissen, wo die Revolution ansetzen muss, um eine nachhaltige Veränderung der künstlerischen Fotografie zu erreichen. Wer trägt Schuld an der heutigen Misere in der aktuellen Bilderwelt? Fotografen oder Bildbetrachter?</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_018web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3537" title="Reg190_018web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/Reg190_018web-99x150.jpg" alt="" width="99" height="150" /></a>Zugegeben, heute werfe ich mehr Fragen auf, als Antworten zu geben. Meine letzten in die Öffentlichkeit getragenen Gedanken hatte ich auf Polaroid-Kunst gestützt. Für eine breit ausgetragene Revolution ist dieser Weg mit Sicherheit zu schmal. Klar, ich bin stolz auf meine neuen Erkenntnisse und Werke. Aber auch der traditionelle Weg birgt revolutionäre Ansätze. Defokussierung, Bewegungsunschärfe, Langzeitbelichtung sind längst bekannte Themen. Aber warum muss eine Revolution ausschließlich auf neuen Erkenntnissen und Verfahren beruhen? Nur weil im modernen, durch Marketing geprägten Sprachgebrauch das Wort „revolutionär“ als Synonym für „neu“ steht? Nein, wer zur Schaffung des Neuen nur mittels Neuem fähig ist, begeht Verrat an seiner Vergangenheit. Mit Absicht habe ich Revolutionsbilder mit <a href="http://www.spuersinn-shop.de/products/de/film/rollei-r3-135-36-sw-negativfilm.html" target="_blank">meinem Lieblingsfilm R3</a> erstellt … ein Film, dem ich schon sehr vielen Jahren verfallen bin. Ich werde gewiss meine Vergangenheit und Liebe nicht verraten, nur um jetzt als Revolutionär die künstlerische Fotografie zu Neuem zu führen. Unbestritten ist, dass jedes Abbildungsmedium und nahezu jeder fotografische Apparat zur Erstellung von scharfen Bildern in der Lage ist. Aus revolutionären Gedanken heraus andere Forderungen zu verfassen, wäre ein Rückfall in die Steinzeit. Unsere Revolution der künstlerischen Fotografie zielt darauf, die Phantasien der Bildbetrachter anzuregen und alle Sinne zu schärfen. Das scharfe Bild ist kein technischer Wert, sondern eine Angelegenheit des Bildinhalts.</p>
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		<title>Nackt unterm Rock</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich rede von Revolution und will die künstlerische Fotografie revolutionieren. Am Wochenende hatte ich einige Gespräche, die mir zeigten wie wenig Verständnis in der Fotoriege für mein Anliegen herrscht. Es ist doch so bequem das heute Verfügbare anzuwenden, weil auch mit wenig Aufwand Aufsehen erregt werden kann. Die Mehrzahl der Fotografen strebt heute nur noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX600_021web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3530" title="PX600_021web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX600_021web-96x150.jpg" alt="" width="96" height="150" /></a>Ich<a href="http://www.mktrout.de/?tag=revolution" target="_blank"> rede von Revolution</a> und will die künstlerische Fotografie revolutionieren. Am Wochenende hatte ich einige Gespräche, die mir zeigten wie wenig Verständnis in der Fotoriege für mein Anliegen herrscht. Es ist doch so bequem das heute Verfügbare anzuwenden, weil auch mit wenig Aufwand Aufsehen erregt werden kann. Die Mehrzahl der Fotografen strebt heute nur noch nach dem kurzen Erregen von Aufsehen. In unserer Gesellschaft geht es sowieso nur noch um das Erregen von Aufsehen. Alles gleicht der Proklamation einer Frau, die öffentlich bekennt, unter ihrem Rock nackt zu sein. Nicht das süße Geheimnis, sondern das platte Bekenntnis soll das Lebensgefühl steigern. <span id="more-3529"></span></p>
<p>Jeder muss selbst wissen, ob er sich in kurzfristiger Anerkennung wohl fühlt. Unbestritten, das Erregen von Aufsehen bringt schnelle Anerkennung … je provokanter vorgetragen, umso schneller. Aber das was schnell kommt, ist auch wieder schnell verschwunden. Somit begeben sich die Bequemen in die unbequeme Lage, dass sie beständig nachlegen müssen, wenn sie weiter Anerkennung ernten möchten. Dies dürfte der Schlüssel für das Gesellschaftsphänomen „schneller, höher, weiter“ sein. Einige Wenige brechen aus der Bequemlichkeit aus und quälen sich auf anderen Wegen zu Außergewöhnlichem. Das sind dann diejenigen, deren Namen lange im Gedächtnis bleiben und denen Anerkennung lange Zeit beschert wird. Und wenn dabei kein Slip unter dem Rock getragen wurde, ist das eine zusätzliche Würze der Erfolgsgeschichte.</p>
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		<title>Vergangenheit und Zukunft</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 06:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einem Jahr und zwei Tagen schrieb ich einen Artikel, in dem ich das Wesen der Internet- und Blogwelt aufs Korn nahm. Es ist erstaunlich, wie zeitstabil dieser Artikel ist. Bis auf einen einzigen Satz stimmt er noch heute. Und der nicht mehr stimmige Satz bezog sich auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wer weiß, vielleicht wäre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem Jahr und zwei Tagen schrieb ich<a href="http://www.mktrout.de/?p=2658" target="_blank"> einen Artikel</a>, in dem ich das Wesen der Internet- und Blogwelt aufs Korn nahm. Es ist erstaunlich, wie zeitstabil dieser Artikel ist. Bis auf einen einzigen Satz stimmt er noch heute. Und der nicht mehr stimmige Satz bezog sich auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wer weiß, vielleicht wäre es hellseherisch zu sagen, dass der alte Artikel noch heute zu 100% stimmt. Im Anbetracht des regierenden Kindergartens eine nicht ganz abwegige Vision. <span id="more-3525"></span></p>
<p>Auch an anderer Stelle lohnt die Schau in die Vergangenheit. Antiferengi hat eine <a href="http://antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=364&amp;cnr=&amp;bcnr=" target="_blank">Rückblick auf Werbung</a> unternommen. Manchmal wirkt es gruselig, die damaligen Botschaften mit heutigem Wissen zu betrachten. Gleichzeitig wird in diesem Zusammenhang bewusst, wie sehr sich die Werbemechanismen geändert haben. Werbung gilt heute als unfein, obwohl wir sie permanent konsumieren und zulassen, dass sie zur gesellschaftlichen Richtschnur wird. Wo sind die Pril-Blumen geblieben? Die waren wenigstens nachhaltig und epochal sinnstiftend. Einmal geklebt und nie wieder entfernt. Das nenne ich Botschaft mit Langzeitwirkung!</p>
<p>Nach derart intensiver Rückschau wäre auch ein Blick in die Zukunft angebracht. Leider versagt die Glaskugel. Im Internet wird … bis auf wenige Ausnahmen &#8230; das heutige Geschehen betrachtet und reflektiert. Aber dafür brauchen wir kein Medium. Man muss nur die Augen aufmachen und genau hinschauen. Dies scheint jedoch immer schwerer zu fallen. Wie sonst ist zu erklären, dass allerorten das Heute ständig und mehrmals, aber selten kritisch, durchgekaut wird. Einzig Ausblicke auf technische Neuerungen, die in Kürze zu erwarten sind, eröffnen ein wenig Zukunft. Somit wird der Schluss zulässig, dass unser Zukunft rein technisch stattfindet. Immerhin, mangels anderer Themen, ist das auch eine visionäre Offenbarung. Wahrscheinlich kann in naher Zukunft die Technik auch eine perfekte Notdurfterledigung übernehmen. Bitte keine Missverständnisse, ich bin kein Technikfeind, aber mit einer Vielzahl täglicher Handlungen auch ohne technische Unterstützung sehr zufrieden.</p>
<p>Und doch rückt ein kleines Streiflicht Zukunft ins Blickfeld. Von manchen Lesern belächelt, habe ich zur Revolution der Fotokunst aufgerufen. Für die Einen eine reine Spaßaktion, für die Anderen ein ernsthafter Hingucker. Woran ich das bemerke? Ganz einfach: Ein Magazin, dass sich ausschließlich mit Photoshop-Themen befasst, hat mich eingeladen einen Gastartikel zu schreiben. Ich soll den Lesern nahe bringen, mit welchen digitalen Tricks ich meine, genau diese, Bilder mache. It&#8217;s not a trick, it&#8217;s a Polaroid … oder so. Den Artikel könnt Ihr habe, <a href="http://www.mktrout.de/?page_id=3516" target="_blank">hier ist er &gt;&gt;&gt;</a> Aber digitales Arbeiten mit allen Tricks? Klar, ohne geht es nicht mehr! Hier die erklärende Kurzversion: Scanner an, Klappe auf, Bild einlegen, Klappe zu, Scannvorgang starten, fertig. Echt schwer. Ein total aufregender und umwerfend neuer Trick.</p>
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		<title>Die Revolution tanzt</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 06:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Revolution der künstlerischen Fotografie hat nichts mit den Revolutionen gemein, die blutige Spuren durch das Land ziehen. Vielmehr stehen wir in der Tradition der Pop-Art, Flowerpower und Woodstock. Über die freie Liebe können wir gerne reden, aber Blut und Tränen gehören nicht zu der Revolution, in die ich mich voll und ganz einbringen will. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Revolution der künstlerischen Fotografie hat nichts mit den Revolutionen gemein, die blutige Spuren durch das Land ziehen. Vielmehr stehen wir in der Tradition der Pop-Art, Flowerpower und Woodstock. Über die freie Liebe können wir gerne reden, aber Blut und Tränen gehören nicht zu der Revolution, in die ich mich voll und ganz einbringen will. Die Revolution der Kunstfotografie tanzt!</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX600_020web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3512" title="PX600_020web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX600_020web-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a> <span id="more-3511"></span></p>
<p>Außerdem ist unsere Revolution eine freie Revolution. Jeder Künstler kann sich einbringen und seine eigene Art der Revolutionskunst ausführen. Wir bauen nicht auf Doktrin und demagogische Brandreden. Auch wenn wir umwälzen wollen, ist weder Gewalt noch Blutvergießen das richtige Mittel der fotografischen Revolutionskunst zu dienen. Nur eines wollen wir unter allen Umständen verhindern: Blutleere Bilder. Genau diese gilt es abzuschaffen! Vielleicht sollten wir ein Museum einrichten, in dem wir als abschreckendes Beispiel all die blutleeren Schönheitsüberhöhungsbilder für spätere Generationen sammeln und ausstellen. Ich denke, die blutleeren Schönheitsüberhöhungsfotografen werden uns dabei sogar helfen, weil es doch stets ihr höchstes Ziel war, mit ihren Bildern ins Museum zu kommen. Für Manche ist der Weg das Ziel &#8230; wir tanzen.</p>
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		<title>Ich mache jetzt Revolutionskunst</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 07:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Menschheit neigt zu ultimativen Aussagen. Im Grunde ist es lächerlich, weil jedermann weiß und für sich in Anspruch nimmt, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch eine gigantische Palette an Grautönen gibt. Über Farbe mag ich jetzt gar nicht reden. Trotzdem sind ultimative Aussagen das, worauf sich gut ausruhen lässt. Außerdem ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschheit neigt zu ultimativen Aussagen. Im Grunde ist es lächerlich, weil jedermann weiß und für sich in Anspruch nimmt, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch eine gigantische Palette an Grautönen gibt. Über Farbe mag ich jetzt gar nicht reden. Trotzdem sind ultimative Aussagen das, worauf sich gut ausruhen lässt. Außerdem ist es leicht, sich ohne Nachdenken an die Aussagemacht anzuhängen. So kann man nichts falsch machen! Die Fotografie ist das beste Beispiel und zudem ein Spiegel unserer Gesellschaft. Man wähle die Kamera A oder B, als Bearbeitungsfilter geht nur X, mit Einschränkungen auch Y, und fertig … ohne große Mühe und fast im Schlaf entstanden &#8230; ist das massentaugliche Jubelbild. Gefolgsleute der Masse schlaft weiter, ich bin aufgewacht und veranstalte die Revolution der fotografischen Kunst.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX600_018web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3507" title="PX600_018web" src="http://www.mktrout.de/wp-content/uploads/2010/07/PX600_018web-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a></p>
<p>Unikat, 11&#215;17 cm, 400 Euro. <span id="more-3504"></span>Ob ich so die Fotokunst revolutionieren kann, steht in den Sternen. Aber dies ist meine Revolutionskunst. Revolution kann nur gelingen, wenn mehr als ein Revolutionär auf die Straße zieht. Kunst findet in unserer Gesellschaft jedoch nicht auf der Straße statt. Eigentlich endete Kunst auf der Straße. In früheren Jahren waren es die Salons der feinen Gesellschaft, in denen sich Kunst ausbreiten konnte. Ist heute das Internet der moderne Ersatz dafür? Ich habe meine Zweifel. Internet, ein Ort an dem die Sehnsucht nach überhöhten Schönheitsidealen in einlullender Menge der eingelullten Masse präsentiert wird? Welche Potentiale hat die Plattform der Protagonisten, die gegen das Kippen im Bild zu Felde ziehen und eher nach Fehlern suchen, als sich den Bildinhalt zuzuwenden? Als Revolutionär habe ich jetzt alle Hände voll zu tun. Revolution entsteht nicht aus Zufall, sondern folgt einem straffen Plan. Bitte entschuldigt mich jetzt, ich muss die Massen mobilisieren &#8230;</p>
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		<title>Weht die Fahne der Revolution?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 05:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
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		<description><![CDATA[Revolutionäre verfassen Manifeste, rufen zum Kampf auf, wolle Augen öffnen und möglichst umfassend alles zum Besseren wenden. Was das Bessere bedeutet und ob es tatsächlich besser ist, liegt in der Betrachtungsweise des Revolutionärs. In Zeiten der Unruhe sowie auch in Zeiten der Übersättigung entsteht die Ursuppe der Revolution. Zurzeit liegen Gesellschaftspolitisch beide Umstände vor. Politisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Revolutionäre verfassen Manifeste, rufen zum Kampf auf, wolle Augen öffnen und möglichst umfassend alles zum Besseren wenden. Was das Bessere bedeutet und ob es tatsächlich besser ist, liegt in der Betrachtungsweise des Revolutionärs. In Zeiten der Unruhe sowie auch in Zeiten der Übersättigung entsteht die Ursuppe der Revolution. Zurzeit liegen Gesellschaftspolitisch beide Umstände vor. Politisch und weltwirtschaftlich befinden wir uns eindeutig in einer unruhigen Gesamtstimmung. Übersättigung ist gleichfalls allenthalben spürbar. Befinden wir uns an der Schwelle einer Revolution? Könnte man revolutionäre Verwerfungen in ähnlicher Weise messen, wie seismologische Datenerfassung auf drohende Erdbeben und Flutwellen hinweist, gäbe es ein Frühwarnsystem … jedoch genau dies fehlt. Gesellschaftsforscher verweisen auf Bildende Kunst, Literatur und Theater, wenn es um das frühzeitige Erkennen von revolutionären Tendenzen geht. Können wir die Fahne der Revolution am Horizont wehen sehen? <span id="more-3502"></span></p>
<p>Künstler eignen sich gut für das revolutionäre Geschäft, wobei sie jedoch häufig an der Wende zum Besseren scheitern, da Kunst jegliche Parametrisierung zu fehlen scheint. Dies dürfte jedoch ein verzeihlicher Mangel sein, solange der Rest stimmt. Künstlern liegt es am Herzen, die Augen der Betrachter zu öffnen und das Verfassen von Manifesten ist nicht wesentlich schwieriger, als Erklärungen zur eigenen Kunst abzugeben. Die Kunst als Plattform einer Revolution ist ideal, da auch Radikales kein Blutvergießen fordert. Unausweichliche Voraussetzung für eine glückliche Revolution ist jedoch die Masse der Revolutionäre. Wo sind diese in der Kunstszene zu finden? Das Theater schlägt sich in heutiger Zeit nicht mehr spürbar im Gesellschaftsleben nieder. Es ist ruhig um diese Unruhestifter geworden. Literatur ist laut und leise zu gleichen Teilen. Herausragendes, Aufwühlendes, Mitreißendes ist eingebettet in einer Masse größtmöglicher Banalität. In der Bildenden Kunst hat sich die Fotografie zu einem erheblichen Potential innerhalb der Gesellschaft entwickelt, sehnt sich jedoch nach dem unkritisch Schönen. Ist die Revolution bereits vor Beginn abgesagt?</p>
<p>Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild ist ein Bild. In opportuner Abwandlung dadaistischer Gedanken versucht sich die Mehrzahl der fotografischen Bilder zu finden. Gleichwohl ist nichts rückständiger, als die Pflege des linearen Fortschritts. Fortwährend wird die Klage laut, dass Technik die Triebfeder der Fotografie ist … oder auch nicht. Kriterien, was gute von schlechten Bildern trennt, werden häufiger und intensiver diskutiert, als die Bilder selbst. Wer mag noch entscheiden, was gute und große Fotografie ist und warum ihr ein Platz an der Sonne gebührt? Aufmerken lässt nur das Andersartige, Aussagekräftige und Provokante, weil es eine aufrüttelnde Botschaft in wachrüttelnder Dialektik übermittelt. Wo ist das zu finden? Sollte die überfällige Revolution aus der Fotografie hervorgehen, müssten Bilder eine andere Sprache erlernen. Solange die Plugin-Dialektik der technischen Hilfsmittel das fotografische Bild im Griff hat, wird auch in der Fotografie die Revolution maximal im Wohnzimmer an Sonntagnachmittagen als eine Art Gesellschaftsspiel (aber bitte nicht jeden Sonntag) ausgelebt. Können wir die Fahne der Revolution am Horizont wehen sehen? Nein, es sind achtlos weggeworfene Servietten, freilich in der revolutionären Farbe rot, die nach dem Genuss des Sonntagsbratens achtlos weggeworfen nun im seichten Luftzug Bewegung vorgaukeln.</p>
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