U wie Uaaaah

Reg177_042jweb Schluss mit der Landschaftsknipserei! Ich kann ja viel, aber das gewogene, schöne Landschaftsbild will mir nicht gelingen. Akt, aber nicht nackt, ist mein bevorzugtes Sujet. Klar, wer immer wieder einmal aus seinem geilen Fotografenleben schreibt, von dem wird auch nichts anderes erwartet. Fest gemauert in der Erde … wie die Glocke … so stehe ich wohl in meinem fotografischen Entfaltungsraum.

Gestern dachte ich über „more drama“ nach und mir wurde wieder bewusst, dass ich einfach zu undramatisch bin. Und mittlerweile bin ich auch wieder voll analog. Meine Digitale liegt seit Monaten im Koffer und ich weiß nicht einmal, wo das Ladegerät für die Akkus rumfliegt. Meine Energie kommt aus mir selbst und nicht aus der Steckdose. Au Mann, „AKW nein Danke“ ist schon ganz schön lange her.

Und hier sind sie nun, Menschenbilder mit dem U125. Ich habe eine ganze Serie gemacht, die demnächst noch gezeigt werden soll. Aber ich war wieder einmal etwas hinterfotzig. Mit einem normalen Objektiv kann jeder Film umgehen. Was aber geschieht, wenn man mit der Brennweite 16 Millimeter auf Menschen losgeht? Bisher hatte ich damit nur mäßig gute Bilder gemacht. Störend war immer das Korn meines Lieblingsfilms R3 und andere Filme mit weniger Korn haben zu wenig Durchzeichnung gebracht. Bunt wäre ein Ausweg gewesen, aber ich liebe nun einmal das Schwarzweiß.

Manchmal spiele ich auch gerne mit der Sepia-Tonung. Am liebsten mache ich das in der Dunkelkammer. Aber die Bilder auf Papier kommen dann auf große Formate, sehen gigantisch aus und gehören an die Wand. Wer das einmal probieren möchte, für den habe ich einen Geheimtipp: Man nehme ein ordentliches Baryt-Papier wie dieses [Link] und behandele es mit jenem Toner [Link]. Die Ergebnisse sind zum niederknien! Aber auch digital geht das ganz gut. Und es ist erstaunlich, welche feinen Nuancen der U125 dann noch zutage fördert. Jetzt fühle ich mich wieder wohl! Drama? Nö, lieber ein heftiges Uaaaah.

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Noch ein Tipp zur Entwicklung: Ich habe diesen U125 in „Spürsinn HCD“ entwickelt = 1+15; 11 Minuten Standentwicklung, Temperatur 22 Grad und nur gelegentlich umgerührt.

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