Mobbing geht mich nichts an?

Früher, in der Schule, war es das Hänseln, aus Aufziehen, das Triezen an der Tagesordnung. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Auch ich wurde gehänselt, aufgezogen, getriezt … bis ich bemerkte, dass ich zurückschlagen kann. In die Ecke getrieben und dann mit Wut im Bauch zur Wehr setzen, ist die eine Methode. Die beste Methode? Ich will nicht Richter sein und auch keine Lebensbeichte ablegen. Aber über eines müssen wir uns im Klaren sein, Mobbing hat heute ungeahnte Dimensionen angenommen. Alleine schon die die Offenheit und Vielzahl der Kommunikationskanäle macht ein Mehr, Härter und Intensiver möglich. Aber das scheint nicht viele Menschen zu kümmern – und die, die sich kümmern, stehen vor dem Aus.

Tilla hat das heiße Eisen aufgegriffen. Ist es wirklich ein so heißes Eisen? Nein, nur für die, die immer gerne die Augen vor der Realität verschließen, mag es zu heiß sein. Tilla hat mit Ihrem Beitrag „Auffe Fresse, ey?“ alle Blogger, Twitterer und Facebooker aufgerufen, der in Not geratenen Internet-Seite “Mobbing – Schluss damit” des Vereins Seitenstark e.V. beizustehen. Spenden sind willkommen! Aber mehr noch, erscheint mir das Bekanntmachen der Anlaufstelle für Hilfesuchende ein richtiger und wichtiger Beitrag zu sein, um der physischen und psychischen Gewalt in unserem Alltag Einhalt zu gebieten. Prävention durch Aufklärung ist die eine Sache … Bekämpfung durch Opferhilfe die vielleicht bessere. Egal wie man es dreht und wendet, Mobbing ist feige und menschenverachtend. Es trifft immer die vermeintlich Schwachen. „Der Klügere gibt nach“, ist eine gern angewendete Weisheit. Schlimm wird es, wenn der Klügere so sehr nachgibt, dass er innerlich zerstört wird.

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