Artikel mit ‘Polaroid’ getagged

Das Paradox des perfekten Unperfektionismus

Samstag, 24. Juli 2010

Auf meinen Streifzügen durch das Internet stieß ich auf ein Paradox des perfekt umgesetzten Unperfektionismus. Da mich beruflich und privat die Sofortbild-Fotografie nicht mehr loslassen möchte, schaue ich natürlich auch die Werke von anderen Fotografen an. Teilweise bin ich erstaunt, was da alles zu sehen ist. Ich hätte es nie für Möglich gehalten, zu welchen gigantischen Leistungen Polaroid-Kameras in der Lage sind und wie gestochen scharf ein abgelaufener Polaroid-Film abbilden kann. Ganz ehrlich, heute wurde ich aufgeklärt … ich bin naiv. Weit über die Hälfte aller auf flickr & Co. gezeigten „echten“ Polaroids sollen digitale Fakes sein. (weiterlesen…)

Vergangenheit und Zukunft

Sonntag, 18. Juli 2010

Vor einem Jahr und zwei Tagen schrieb ich einen Artikel, in dem ich das Wesen der Internet- und Blogwelt aufs Korn nahm. Es ist erstaunlich, wie zeitstabil dieser Artikel ist. Bis auf einen einzigen Satz stimmt er noch heute. Und der nicht mehr stimmige Satz bezog sich auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wer weiß, vielleicht wäre es hellseherisch zu sagen, dass der alte Artikel noch heute zu 100% stimmt. Im Anbetracht des regierenden Kindergartens eine nicht ganz abwegige Vision. (weiterlesen…)

Morgen war Gestern

Sonntag, 23. Mai 2010

Wir leben in einer Gesellschaft, die sich schnell und leichten Herzens polarisierend denkt und handelt. War noch vor kurzer Zeit das Digitale in der Fotografie das Gesprächsthema Nummer 1, wird zurzeit allerorten über Polaroid, Sofortbild und Retro gesprochen. Nun gut, wer sich dem Reiz dessen hingibt, wird in den Geruch kommen, dass er auf einer Welle reitet. So wurde mir nun schon häufiger unterstellt, dass ich auf der Pola-Welle reite. Ich sehe das nicht so, weil es nur ein Ausschnitt der Themen darstellt, die mich reizen. Seit ich vor ein paar Jahren, nach einem kurzen Ausflug in die Digitalfotografie, immer häufiger zur Analogfotografie zurückgekehrt bin, könnte man mir nochmals das Reiten auf der Retrowelle unterstellen. Aber im Grunde habe ich nur das beibehalten, was ich schon lange mache. Wie mir geht es auch einer Menge anderer Fotografen. Daraus die Positionen „Retro“ und „Moderne“ zu kreieren ist extrem kurz gedacht. Es kommt auf den Bildinhalt und die Gestaltung an. Letztendlich fügt sich das in einen Bildstil ein, dem wir uns … auch wenn es uns nicht passt … einzuordnen haben. Die Einteilung in Kategorien sind nicht immer angenehm, helfen aber in der eigenen Orientierung. (weiterlesen…)

Blog, Ranking, Kunst und Quote

Montag, 10. Mai 2010

Reden wir doch heute einmal über das Wesen und Unwesen der Bloglandschaft. Schon lange stört mich das Hochgelobe von Rankingzahlen im beständigen Wettkampf, welcher Blog wie hoch in den Zugriffszahlen steht. Viele Leser = guter Blog, scheint eine beliebte Formel zu sein. Wenn ich mir jedoch die Mehrzahl der im Ranking weit oben stehenden Blogs ansehe, schläft mir die linke Gesichtshälfte ein. Viel Soße wenig Fleisch, könnte eine knappe Zusammenfassung sein … ganz besonders, wenn es sich um die Sparte der Fotoblog handelt. Gut ist was gefällt und dabei möglichst ohne Ecken und Kanten ins Seichte sickert. Quote ist wichtiger als Inhalt. Qualität wird dadurch vorgegaukelt, dass sich auf das neutrale „es ist doch nur mein Hobby und ich will Spaß haben“ herausredet. Selbstverständlich zeitigt diese Taktik Erfolg, weil Jubelperser das devote Unterstatement in den Status der Kunst heben. (weiterlesen…)

Schwammerlkunst mit dem PX 100

Mittwoch, 28. April 2010

Kenner des süddeutschen und österreichischen Zungenschlages kennen sicher Schwammerl … die Pilze mit seltsamer Form und feiner Geschmacksnote. Unverhofft hebe ich nun Schwammerlkunst produziert. Da auf meinem Blog sowieso schon die Kunstdiskussion tobt, setze ich nun noch einen drauf: Künstlerlust und Künstlerleid mit dem „PX 100 – zweite Charge“. (weiterlesen…)

Impossible ist possible

Sonntag, 18. April 2010

Vor einiger Zeit machte sich eine Schar unerschrockener Polaroid-Bekenner ans Werk, um für das Sofortbild den Glanz vergangener Tage zurück zu holen. Fast hätte ich gesagt, dem Sofortbild wieder den Glanz der Vergangenheit zu verleihen. Aber „Leihen“ gibt es in der Fotografie nicht. Leihen würde ja bedeuten, man könnte das gemachte Bild zurück geben, wenn es nicht gefällt. Ein philosophischer Gedanken, mit dem man sich ruhig einmal beschäftigen sollte. Digital-Fotografen schauen schnell auf das Display und löschen das nicht geglückte Bild. Im sehr übertragenen Sinn ist das eine Rückgabe. Auf jeden Fall hat man die Neugier auf das gemachte Bild befriedigt. In der Analog-Fotografie gibt es das nur in der Sofortbild-Fotografie. Polaroid war über Jahrzehnte der große Name dafür. Als diese Ära zu Ende ging, schien für alle Ewigkeiten ein Stück Fotokultur in der Historie zu versinken. Durch Abbau der Produktionsanlagen lag nahe, dass eine Wiederbelebung unmöglich wurde. Trotzdem wollte die Gruppe der Polaroid-Begeisterten das zurückholen und nannten ihre Bemühungen „impossible project“. Nicht viele Menschen konnten an den Erfolg glauben, aber nun stehen seit kurzer Zeit die ersten Filme von „impossible“ zu Verfügung. Tilla und ich bekamen von den Impossible-Leuten mit ein Pack Filme zum testen. Zwei Fotografen und acht Aufnahmen. Recht mager also die Testbasis. Wer als Filmhersteller ein solches Angebot macht, muss sehr überzeugt von seinem Material sein. Filmtests machen Spaß. Erfahrungen haben wir in dieser Beziehung ja jede Menge, aber dann steht uns normalerweise viel mehr Material zu Verfügung. (weiterlesen…)

Sofortbildspiele

Montag, 05. April 2010

Seit einiger Zeit denke ich bereits über den fotografischen Surrealismus nach. Tilla begeistert sich schon lange für Polaroid, Transfer-Verfahren, Emulsionslift und alle sonstigen Sofortbild-Kunstrichtungen. Klar, wenn wir zusammen sitzen und neue Dinge ausbrüten, zieht der Eine den Anderen mit seiner Begeisterung für das eine oder andere Thema mit. Nun hat es mich getroffen. Ich habe mich in die Gefahrenzone der Trennbildfilme begeben. Das Fotografieren mit der Polaroid ist bisher nicht ganz mein Ding gewesen. Aber die Möglichkeiten der künstlerischen Weiterverarbeitung sind berückend. Also hat Tilla für mich ein paar Polas zum spielen gemacht und ich staune über die Möglichkeiten. (weiterlesen…)