Artikel mit ‘Revolution’ getagged

Bewegung bewegt

Donnerstag, 22. Juli 2010

Eine Revolution auszurufen ist die eine Sache – die Inhalte der Revolution zu erklären, die andere. Ich habe die Revolution in der künstlerischen Fotografie angezettelt, nun muss ich auch Inhalte erklären. Ein Thema ist die Bewegung. Der Doppelsinn dieser Aussage ist kaum zu überbieten. Eine Revolution ist immer eine Bewegung. Wenn es um Fotografie geht, also die Kunst des stehenden Bildes, ist das Einfangen von Bewegung schon etwas schwieriger. Eine der schwierigsten Aufgaben für einen Fotografen ist nach wie vor die Realisierung von Bewegungen in einem statischen Bild. Sicher hat jeder Fotograf bereits aus Zufall ein Bild mit Bewegungsunschärfen eingefangen. Dies jedoch geplant als Bildstil zu praktizieren, ist schwieriger als man glauben mag. Jetzt verbindet sich wohl die Revolution mit der „kleinen Fotoschule“. (weiterlesen…)

Die scharfen Seiten der Revolution

Mittwoch, 21. Juli 2010

Kommune 1 und APO, freie Liebe und Provokation. Über 40 Jahre ist es her, dass revolutionäres Aufbegehren den Muff der bigotten Bürgerlichkeit jedem Winkel deutscher Wohnzimmergemütlichkeit vertreiben wollte. Rückblickend muss man sagen, dass dies recht gründlich geglückt ist. Selbst das Gutbürgertum gibt sich nicht mehr schockiert, wenn in einem Straßencafé ein Paar den bald folgenden Geschlechtsverkehr ungehemmt vorbereitet. Alles scheint offener zu sein, freier, weniger Zwängen unterworfen. Wie kommt es nun, dass die heutige Fotografie mehr Zwängen und Regeln unterworfen ist, als je zuvor? Hat die Betonierung einer neuen Moraldoktrin schon längst die künstlerische Fotografie zur Unbeweglichkeit verdammt? Die Revolution ist ausgerufen. Nun muss sich die Revolution selbst befreien. Es geht nicht um analoge oder digitale Fotografie und es geht auch nicht um Polaroid, Emulsionslift, Bildmanipulation oder sonstige Bearbeitungsmethoden. Es geht um Bildinhalt und Darstellung … nicht mehr, nicht weniger. (weiterlesen…)

Nackt unterm Rock

Montag, 19. Juli 2010

Ich rede von Revolution und will die künstlerische Fotografie revolutionieren. Am Wochenende hatte ich einige Gespräche, die mir zeigten wie wenig Verständnis in der Fotoriege für mein Anliegen herrscht. Es ist doch so bequem das heute Verfügbare anzuwenden, weil auch mit wenig Aufwand Aufsehen erregt werden kann. Die Mehrzahl der Fotografen strebt heute nur noch nach dem kurzen Erregen von Aufsehen. In unserer Gesellschaft geht es sowieso nur noch um das Erregen von Aufsehen. Alles gleicht der Proklamation einer Frau, die öffentlich bekennt, unter ihrem Rock nackt zu sein. Nicht das süße Geheimnis, sondern das platte Bekenntnis soll das Lebensgefühl steigern. (weiterlesen…)

Vergangenheit und Zukunft

Sonntag, 18. Juli 2010

Vor einem Jahr und zwei Tagen schrieb ich einen Artikel, in dem ich das Wesen der Internet- und Blogwelt aufs Korn nahm. Es ist erstaunlich, wie zeitstabil dieser Artikel ist. Bis auf einen einzigen Satz stimmt er noch heute. Und der nicht mehr stimmige Satz bezog sich auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wer weiß, vielleicht wäre es hellseherisch zu sagen, dass der alte Artikel noch heute zu 100% stimmt. Im Anbetracht des regierenden Kindergartens eine nicht ganz abwegige Vision. (weiterlesen…)

Die Revolution tanzt

Freitag, 16. Juli 2010

Die Revolution der künstlerischen Fotografie hat nichts mit den Revolutionen gemein, die blutige Spuren durch das Land ziehen. Vielmehr stehen wir in der Tradition der Pop-Art, Flowerpower und Woodstock. Über die freie Liebe können wir gerne reden, aber Blut und Tränen gehören nicht zu der Revolution, in die ich mich voll und ganz einbringen will. Die Revolution der Kunstfotografie tanzt!

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Ich mache jetzt Revolutionskunst

Mittwoch, 14. Juli 2010

Die Menschheit neigt zu ultimativen Aussagen. Im Grunde ist es lächerlich, weil jedermann weiß und für sich in Anspruch nimmt, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch eine gigantische Palette an Grautönen gibt. Über Farbe mag ich jetzt gar nicht reden. Trotzdem sind ultimative Aussagen das, worauf sich gut ausruhen lässt. Außerdem ist es leicht, sich ohne Nachdenken an die Aussagemacht anzuhängen. So kann man nichts falsch machen! Die Fotografie ist das beste Beispiel und zudem ein Spiegel unserer Gesellschaft. Man wähle die Kamera A oder B, als Bearbeitungsfilter geht nur X, mit Einschränkungen auch Y, und fertig … ohne große Mühe und fast im Schlaf entstanden … ist das massentaugliche Jubelbild. Gefolgsleute der Masse schlaft weiter, ich bin aufgewacht und veranstalte die Revolution der fotografischen Kunst.

Unikat, 11×17 cm, 400 Euro. (weiterlesen…)

Weht die Fahne der Revolution?

Dienstag, 13. Juli 2010

Revolutionäre verfassen Manifeste, rufen zum Kampf auf, wolle Augen öffnen und möglichst umfassend alles zum Besseren wenden. Was das Bessere bedeutet und ob es tatsächlich besser ist, liegt in der Betrachtungsweise des Revolutionärs. In Zeiten der Unruhe sowie auch in Zeiten der Übersättigung entsteht die Ursuppe der Revolution. Zurzeit liegen Gesellschaftspolitisch beide Umstände vor. Politisch und weltwirtschaftlich befinden wir uns eindeutig in einer unruhigen Gesamtstimmung. Übersättigung ist gleichfalls allenthalben spürbar. Befinden wir uns an der Schwelle einer Revolution? Könnte man revolutionäre Verwerfungen in ähnlicher Weise messen, wie seismologische Datenerfassung auf drohende Erdbeben und Flutwellen hinweist, gäbe es ein Frühwarnsystem … jedoch genau dies fehlt. Gesellschaftsforscher verweisen auf Bildende Kunst, Literatur und Theater, wenn es um das frühzeitige Erkennen von revolutionären Tendenzen geht. Können wir die Fahne der Revolution am Horizont wehen sehen? (weiterlesen…)

Kunstgeldilanda ein Falschgeldparadies?

Donnerstag, 15. Januar 2009

Wie soeben gemeldet wurde, sind alle Maßnahmen zur Staatsgründung von Kunstgeldilanda eingeleitet. Bereits jetzt haben, nach Angaben Kunstgeldilanischer Staatsstellen, eine große Zahl potentielle Bürger um Einbürgerung ersucht. Wie aus Kreisen internationaler Beobachter verlautet, beruhen jedoch einige Ansichten der Öffentlichkeit auf einem grundlegenden Irrtum. Über die internationale Presse wurde verbreitet, dass es sich bei der Staatsgründung um ein Falschgeldparadies handeln solle. Dem wurde durch Kunstgeldilanische Staatsorgane entschieden widersprochen und Beobachterkreise mahnen gleichfalls vor voreiligen Schlüssen. (weiterlesen…)